Landtagwahlen sind Nebenwahlen. Sie werden bei den Bürgern nicht so wichtig empfunden. Das zeigt sich vor allem an der niedrigeren Wahlbeteiligung bei Landtagswahlen. Auch ist hier die Experimentierfreude der Wähler weitaus größer. Ein schönes Beispiel dafür ist Hamburg, wo CDU und Grüne miteinander koalieren.
Einen klaren Sieger aller drei Wahlen gibt es nicht. Die Union hat in allen drei Ländern an Stimmen verloren. In Sachsen nur gering, in Thüringen und im Saarland dagegen massiv. Auch wenn sie in allen drei Ländern noch immer stärkste Kraft ist, sollte sich damit nicht brüsten. Und für Schwarz/Gelb reicht es in Thüringen und im Saarland nicht.
Die SPD jubelte vor allem wegen der Verluste der CDU. Aber auch sie ist in keinem der drei über 25 % hinausgekommen. In Thüringen ist sie sogar nur drittstärkste Kraft. Und im Saarland hat sie rund 6 % verloren. Einen Grund zum Jubeln hat sie wahrlich nicht.
Wenn es bei diesen Wahlen einen Gewinner gibt, dann heißt der Oskar Lafontaine. Er hat seiner Linken einen Zuwachs von rund 19 % aus dem Stand verholfen. Dies jedoch ein Erfolg, der sich auf Bundesebene oder in einem anderen westlichen Bundesland nicht wiederholen wird.
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