Hier nun die Wahlergebnisse aus dem Saarland:

Klarer Gewinner im Saarland ist die Linke. Sie hat aus dem Stand einen Zuwachs von 19% erreicht. Der klare Verlierer der Wahl ist die CDU. Die hat einen Verlust von 13 % hinnehmen müssen.
Es ergibt sich daraus folgende Sitzverteilung:

Der saarländische Landtag umfaßt insgesamt 51 Sitze. Für eine Regierungsmehrheit braucht man also 26 Sitze. Betrachten wir dazu nun alle möglichen Koalitionen:
Große Koalition: 32 Sitze, möglich und die einzige Möglichkeit für Peter Müller im Amt zu bleiben, jedoch nicht sehr wahrscheinlich, da die SPD einen Politikwechsel will.
Schwarz/Gelb: 24 Sitze, daher nicht möglich
Rot/Grün: 16 Sitze, daher nicht möglich
Ampel: 21 Sitze, daher nicht möglich
Jamaika: 27 Sitze, möglich, aber unwahrscheinlich
Rot/Rot/Grün: 27 Sitze, möglich. Allerdings haben die Grünen Vorbehalte.
Aber welche Koalition würden sich die Saarländer selbst wünschen?

Vorne liegt bei den Saarländer Schwarz/Gelb mit 32 %. Da Schwarz/Gelb allerdings nur 24 Sitze im Landtag hat, fehlen einem solchen 2 notwendige Sitze. Die Möglichkeit einer tolerierten Minderheitsregierung scheidet ebenfalls aus. Die von Saarländern gewünscht Koalition wird es daher nicht geben.
Da Heiko Maas (SPD) mit dem Ziel einen Politikwechsel herbeizuführen antrat, ist auch eine Große Koalition unwahrscheinlich, solange Müller im Amt bleibt. Die größten Chancen hat daher im Moment Rot/Rot/Grün. Auch wenn lediglich 16 % der Saarländer dies wollen.
Was sahen die Saarländer als wichtigste Probleme an?

Die Arbeitslosigkeit bei den Saarländern ganz oben. Ebenso wie bei den Sachsen und Thüringern. Jedoch liegt die Arbeitslosenquote im Saarland bei "nur" 8 %. Bildung ist ein Problem, daß von den Bürgern in ausnahmslos allen Bundesländern angegeben wird. Das Wirtschaftspolitik ist der momentanen Wirtschaftskrise geschuldet.
Wie ist es bei Sachsen um die Parteikompetenz bestellt?

Die Union ist traditionsgemäß die Partei der Wirtschaft, die SPD die Partei des Sozialen. Es wundert daher nicht, daß die Union im Bereich der Wirtschaft klar vor der SPD liegt, während die SPD in Bereich soziale Gerechtigkeit und Lohnpolitik die Nase vorn hat. Das hier die Jahresangabe 2009 steht kommt nicht von ungefähr. Im Jahre 2004 sahen die Zahlen nämlich noch ein wenig anders aus. Bei der Wahl 2004 kam die CDU im Bereich Wirtschaft noch auf 59 %, im Bereich Bildung auf 48 % und lag damit sogar noch vor der SPD, die damals in diesem Kompetenzfeld auf 29 % kam. Auch wenn immer noch 40 % der Meinung sind, die CDU sei im Bereich Wirtschaft kompetenter als die SPD, sollte sie der Verlust von 19 % schmerzen. Und 40 % sind schon nicht mehr die Mehrheit der Bevölkerung.
Auch auf die Frage, wer im Saarland für soziale Gerechtigkeit sorgen kann, sind 33 % der Meinung, die SPD sei dazu in der Lage. Für die CDU votierten in dieser Frage 24 %. Bemerkenswert ist an dieser Frage, daß lediglich 15 % der Meinung sind, die Linke könne am ehesten für soziale Gerechtigkeit sorgen.
Warum hat die Linke so gut abgeschnitten?
Die Linke profitierte massiv von Oskar Lafontaine und dem auf ihn zugeschnittenen, personalisierten Wahlkampf. Dazu kommt, daß Lafontaine viele Jahre lang Landesvater im Saarland war und dadurch einigen als solcher positiv in Erinnerung geblieben ist. Von dieser alten Klientel hat er massiv profitiert. Es wundert daher nicht, daß einige vom "Oskar Effekt" sprechen. Auf Bundesebene wird sich das jedoch nicht wiederholen.
Warum ist hat die CDU so massiv Stimmen verloren?
Sehen wir uns dazu einmal zwei Umfrage an:


Die Saarländer haben einen Ministerpräsidenten, dem sie Führungsstärke zuerkennen. Aber seinen Konkurrenten von der SPD finden sie glaubwürdiger und sympathischer. Dazu kommt, daß für 30 % der Kandidat Wahlentscheidend war. Auch hat die CDU in zwei wichtigen Kompetenzfeldern an Zustimmung verloren. Hinzu kommt die Frage der sozialen Gerechtigkeit. 58 % der Saarländer finden, es gehe in Deutschland ungerecht zu. Und 33 % sind der Meinung, die SPD könne am ehesten für soziale Gerechtigkeit sorgen. Zu guter letzt mögen die Wähler Alleinherrscher nicht mehr. Auch in Thüringen hat Althaus die absolute Mehrheit verloren. Sollte Kurt Beck bei der nächsten Landtagswahl in Rheinland-Pfalz seine absolute Mehrheit verlieren, gibt es in Deutschland keinen Alleinherrscher mehr.
Fazit:
Das die CDU im Saarland noch immer die stärkste Kraft, aber ob Müller im Amt bleibt, muß sich erst noch zeigen. Mit 13 % hat sie erhebliche Verluste hinzunehmen. Wirklich freuen kann sich die SPD über diese auch nur, wenn Heiko Maas es schafft ein Rot/Rot/Grünes-Bündnis zu schmieden. Gelingt ihm dies nicht, kann er sich nicht, wie er es bereits getan hat, als Gewinner betrachten.
Die Linke hat ein historisch gutes Ergebnis in einem westdeutschen Bundesland erzielt. Dieses Ergebnis ist jedoch ihrem Landesvorsitzenden Oskar Lafontaine geschuldet. Im Bund wird das nicht passieren. Und sobald sich Lafontaine als Vorsitzender der Linken im Saarland verabschiedet, wird sie, wie auch in den anderen Ländern um den Einzug in den Landtag bangen müssen.

Es ergibt sich daraus folgende Sitzverteilung:
Große Koalition: 32 Sitze, möglich und die einzige Möglichkeit für Peter Müller im Amt zu bleiben, jedoch nicht sehr wahrscheinlich, da die SPD einen Politikwechsel will.
Schwarz/Gelb: 24 Sitze, daher nicht möglich
Rot/Grün: 16 Sitze, daher nicht möglich
Ampel: 21 Sitze, daher nicht möglich
Jamaika: 27 Sitze, möglich, aber unwahrscheinlich
Rot/Rot/Grün: 27 Sitze, möglich. Allerdings haben die Grünen Vorbehalte.
Aber welche Koalition würden sich die Saarländer selbst wünschen?
Da Heiko Maas (SPD) mit dem Ziel einen Politikwechsel herbeizuführen antrat, ist auch eine Große Koalition unwahrscheinlich, solange Müller im Amt bleibt. Die größten Chancen hat daher im Moment Rot/Rot/Grün. Auch wenn lediglich 16 % der Saarländer dies wollen.
Was sahen die Saarländer als wichtigste Probleme an?
Wie ist es bei Sachsen um die Parteikompetenz bestellt?
Auch auf die Frage, wer im Saarland für soziale Gerechtigkeit sorgen kann, sind 33 % der Meinung, die SPD sei dazu in der Lage. Für die CDU votierten in dieser Frage 24 %. Bemerkenswert ist an dieser Frage, daß lediglich 15 % der Meinung sind, die Linke könne am ehesten für soziale Gerechtigkeit sorgen.
Die Linke profitierte massiv von Oskar Lafontaine und dem auf ihn zugeschnittenen, personalisierten Wahlkampf. Dazu kommt, daß Lafontaine viele Jahre lang Landesvater im Saarland war und dadurch einigen als solcher positiv in Erinnerung geblieben ist. Von dieser alten Klientel hat er massiv profitiert. Es wundert daher nicht, daß einige vom "Oskar Effekt" sprechen. Auf Bundesebene wird sich das jedoch nicht wiederholen.
Sehen wir uns dazu einmal zwei Umfrage an:
Die Saarländer haben einen Ministerpräsidenten, dem sie Führungsstärke zuerkennen. Aber seinen Konkurrenten von der SPD finden sie glaubwürdiger und sympathischer. Dazu kommt, daß für 30 % der Kandidat Wahlentscheidend war. Auch hat die CDU in zwei wichtigen Kompetenzfeldern an Zustimmung verloren. Hinzu kommt die Frage der sozialen Gerechtigkeit. 58 % der Saarländer finden, es gehe in Deutschland ungerecht zu. Und 33 % sind der Meinung, die SPD könne am ehesten für soziale Gerechtigkeit sorgen. Zu guter letzt mögen die Wähler Alleinherrscher nicht mehr. Auch in Thüringen hat Althaus die absolute Mehrheit verloren. Sollte Kurt Beck bei der nächsten Landtagswahl in Rheinland-Pfalz seine absolute Mehrheit verlieren, gibt es in Deutschland keinen Alleinherrscher mehr.
Fazit:
Das die CDU im Saarland noch immer die stärkste Kraft, aber ob Müller im Amt bleibt, muß sich erst noch zeigen. Mit 13 % hat sie erhebliche Verluste hinzunehmen. Wirklich freuen kann sich die SPD über diese auch nur, wenn Heiko Maas es schafft ein Rot/Rot/Grünes-Bündnis zu schmieden. Gelingt ihm dies nicht, kann er sich nicht, wie er es bereits getan hat, als Gewinner betrachten.
Die Linke hat ein historisch gutes Ergebnis in einem westdeutschen Bundesland erzielt. Dieses Ergebnis ist jedoch ihrem Landesvorsitzenden Oskar Lafontaine geschuldet. Im Bund wird das nicht passieren. Und sobald sich Lafontaine als Vorsitzender der Linken im Saarland verabschiedet, wird sie, wie auch in den anderen Ländern um den Einzug in den Landtag bangen müssen.

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